A Bug's Life

Ein Tag im November

30. November 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

So ein Scheiß – vor mir eine steile klitschige Steinplatte, links die Kamera, rechts mein Boot. Das nächste Mal fahr ich, denke ich immer wieder, während ich auf der klitschigen Steinplatte balanciere und versuche Boot und Kamera nicht in den Bach rutschen zu lassen. Anne steht oben, umringt von circa 15 Paddlern die alle darauf warten sie fahren zu sehen. Wahrscheinlich verspottet sie mich gerade:“da, das ist mein persönlicher Photograph der heute seine Eier vergessen hat und deshalb so komisch auf der Steinplatte rumhampelt.” Wir sind am Tallulah genauer gesagt am Rapid mit dem klangvollen Namen “Oceana”. Ein zirca 60 Fuß lange und steile Rutsche mit einem fiesen Felsriegel im unteren Drittel der schon einige Hachsen gekostet hat. Der Tag fing auch sonst schon ganz gut an: Erst haben wir beim shuttlen eine geschlagene halbe Stunde den Schlüssel gesucht und am Ende steckte er in der Tür. Endlich am Einstieg angekommen, brauchte ein Typ der im ersten Rapid seine Schulter luxiert hatte unsere Hilfe, was uns wieder eine gute Stunde kostete. Als wir endlich loskamen hab ich dann im 2ten Rapid beim boofen schön einen Stein getroffen – Boot kaputt. Und jetzt diese beschissene Umtrage. Mal sehen was noch kommt.Überraschenderweise entpuppt sich der Rest des Baches als wunderschön, es geht über viele kleine Grundgesteinsrutschen und Stufen circa eine Stunde dahin. Dann folgt eine 20minutge Ausdauereinheit auf dem See. Am Ausstieg passiert dann die nächste Scheiße in Form von: „Can you help us, he is about to pass out?” Sure, schließlich ist man ja freundlich. Hätte ich zu dem Zeitpunkt gewusst, dass der Kollege sich dermaßen mit Schnaps aus dem Leben gekickt hatte, meine Hilfsbereitschaft wäre wahrscheinlich dementsprechend gewesen. Glücklicherweise spuckt er uns beim ins Auto tragen nicht auf die Füße sondern knapp daneben.  Am Abend versuchen wir eine geschlagene Stunde ein Lagerfeuer in gang zu bekommen – vergebens. Also ab in den Schlafsack und von schöneren Paddeltagen träumen!

Spiegelung am Watauga

Anne Hübner am Bootskillerboof

Oceana Falls

Die einzigen Sonnenstrahlen in der Tallulah Gorge

Local Taylor beim Rutschen

Looking Glass Falls wurden von Corran Addison im Batmankostüm erstbefahren

Und eine kleine Tour auf dem Blue Rigde Parkway

haut rein

euer

Jakob

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Green Race ‘09 – The Biggest Show in All Sports

11. November 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Sickline, was ist das? Am Wochenende ging in North Carolina das prestigeträchtigste Extremrennen der USA über die Bühne: das alljährliche »Green Race«. Andrew Holcombe holte mit einem Fabelrekord den Sieg.

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136 harte Jungs und 5 noch härtere Mädels trafen sich am ersten Samstag im November, »high noon«, um den diesjährigen Champion des »Green Race« unter sich auszupaddeln. Zwischen 500 und 800 Zuschauer waren dabei, um das Spektakel zu bejubeln und nahmen dafür sogar die einstündige Wanderung über Stock und Stein in Kauf. Im Minutentakt stürzten sich die Fahrer den eklig aussehenden Rapid »Gorilla« hinunter und, so viel sei vorweg genommen, nicht alle haben dabei eine gute Figur gemacht.

Das »Green Race« findet auf den Green Narrows statt und kann getrost als das härteste Extremrennen der Welt bezeichnet werden. Nicht nur die Schwierigkeiten des Wildwassers sind eine Herausforderung, auch die Länge der Rennstrecke ist ein Kriterium. Andrew Holcombes Streckenrekord liegt bei 4:27. Die Höchstschwierigkeiten, wie der Rapid »Gorilla«, warten erst im unteren Abschnitt.

Seit der Premiere 1996 mit 16 Teilnehmern ist das Rennen stetig gewachsen und hat sich zum prestigeträchtigsten Extremrennen in den USA entwickelt. Wer hier gewinnt, hat unter den Creekbootfahrern definitiv die Hosen an – auch wenn kein finanziell potenter Großsponsor das Event in den Medien vermarktet. Im Gegensatz zur Sickline-WM im Ötztal, wo Slalompaddler dominieren, haben beim »Green Race« die Locals in der 14-jährigen Geschichte eine lupenreine Bilanz. Ein Name sticht ganz besonders hervor: Tommy Hilleke, sechsmaliger Champion. Auch einige Europäer kamen in den letzten Jahren angeflogen, um das Rennen zu gewinnen. Erfolglos. Die bisher beste Platzierung hält der Franzose Eric Deguil als Dritter des Vorjahres.

Schon Wochen vor dem Rennen lag in der amerikanischen Paddelszene Spannung in der Luft. Im Onlineforum »Boatertalk« und in den Podcasts des »Lunch Video Magazine« (LVM) zogen die Teilnehmer fleißig übereinander her. Vorjahressieger Pat Keller bezeichnete alle Paddler, die nicht mitfahren, auf LVM als »Weicheier« und wurde dafür ordentlich gefeiert. Welcome to America! Während des Trainings gab es unter den Favoriten ausgekugelte Schultern, Schwimmer, verlorene Paddel und sogar Boote. Man munkelt, Chris Gragtmans Boot klemmt immer noch im Rapid »Go Left or Die«. Die Rahmenbedingungen für eine große Show waren also perfekt.

Bei den amerikanischen Rennen starten, anders als in Europa, die besten Fahrer zuerst. Chris Gragtmans, der Zweitplatzierte aus dem Vorjahr musste, da Champion Pat Keller verletzt abgesagt hatte (Weichei halt ;) ), als erster auf die Strecke. Leider hatte er seine Nerven nicht im Zaum und somit reichte es nur zu Platz 5. Andrew Holcombe (5. Platz bei der Sickline-WM 2009) pulverisierte seinen bisherigen Streckenrekord um ganze 9 Sekunden. Er gewann mit einer Fabelzeit von 4:18 Minuten vor Isaac Levinson aus Charlotte. Dritter wurde der Franzose Eric Deguil. Bei den Damen gewann Adriene Levknecht mit einem neuen Rekord von 4:59 Minuten vor Shannon Carrol und Laura Farrell. Deutsche Teilnehmer waren leider nicht am Start.

Nachdem die Favoriten den Sieg unter sich ausgemacht hatten folgte ein wahres »Blutbad« mit einigen Waschgängen. Speziell die OC1-Fahrer boten eine großartige Show. Ob maßlose Selbstüberschätzung oder übermäßiger Ehrgeiz, man kann über die Gründe mancher Paddler an diesem Rennen teilzunehmen nur Vermutungen anstellen. Der ein oder andere Mund-Kiefer-Gesicht-Chirurg in der Region Asheville freut sich jetzt bestimmt über neue Kunden. Dabei kann nicht einmal behaupten, die Teilnehmer wären nicht gewarnt. Nach guter amerikanischer Tradition wird schon im Haftungsausschluss auf die Dummheit dieser Aktion hingewiesen.

Das hausinterne Fiesefresseduell geht an Chris…

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Jason Hale seit 2003 Organisator und Seele des Rennens

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Fast. Faster. Andrew Holcombe

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Isaac Levinson hatte den Streckenrekord für genau 53 Sekunden

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Starker Franzose, Eric Deguil auf Platz 3.

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Chris Gragtmans auf dem Weg in die Notch

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Fergus Coffey in Scream Machine

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Einige Leute hatten den Weg auf sich genommen um die Paddler anzufeuern.

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Bis dann

euer

Jakob

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Buntes Herbstwochenende

27. Oktober 2009 · 3 Kommentare

Chris ist ganze Woche schon ganz hibbelig. Die Generalprobe für das diesjährige Greenrace steht an: Das Lord of the Fork Race auf dem Russel Fork River in Kentucky. Also laden wir Samstagmorgen die Karre und auf gehts Richtung Nordwesten.  Das Licht war wieder mal nicht gerade glorreich dafür allerdings die Bäume. Der Herbst zeigt was er kann und er kann was. Resultat des Rennens: 1. Andrew Holcomb, 2.Jeff Calhoun, 3.Chris Gragtmans. Ich bin gespannt wie das Greenrace ausgehen wird.

Sonntags enscheiden Taylor und ich, das wir genug von Rennen und Shittalking haben und fahren zum Wilsons Creek. Wilsons Creek ist eine Mischung aus Kalifornischen Grundgestein und Southern Fall. Wir genießen zwei Runs auf dem nicht allzuschweren Bach.

Checkt die Bilder aus!

Wann kommt der Zug?

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Russel Fork River

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Schnell unterwegs?

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Russel Fork Gorge

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Bunt ist trumpf

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Lord of the Fork Andrew Holcomb

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Chris Gragtmans

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Racenewbie Taylor Fearrington

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Daniel Stewart

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Wilsons Creek in voller Schönheit

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Kleine Fotopause bitte!

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Und weiter gehts durch den bunten Wald

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40ft seallaunch:-)

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Bis dann

euer

Jakob

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New York City – No sleep ’till Brooklyn

22. Oktober 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

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Samstag morgen vor 8h – Die Stahlfeder meiner Matratzte bohrt sich unangenehm zwischen meinen dritten und vierten Rippenbogen. Mein Nachbar zwei Betten weiter schnarcht als ob es kein Morgen gäb, aber glücklicherweise gibt es ihn. Ich kann bedingt durch das viel zu kurze Bett der Emprionalstellung endlich entkommen und aufstehen. Hätte ich doch mal auf die Beasty Boys hören sollen und mein Hostel nicht an der Upper West Side sondern besser in Brooklyn gebucht.

Kurz nach 8h sitze ich in einem einem Organic Food Supermarkt an der Upper West Side und frühstücke. Organic Food ist übrigens der ganz grosse Renner für die Weltverbesserer dieses Landes. Wem kann man das verübeln bei dem Fast Food angebot. Mir links gegenüber sitzt ein schneidiger Mitt30iger mit Applelaptop und ganz im Trend Stöpsel im Ohr. Gegenüber ein Mann der versucht seine Sushis mit Stäbchen zu essen und er kann es einfach nicht. Rechts von mir eine Frau mit üppigem amerikanischem Frühstück, Speck, Eier, Sausages und alles in Massen. Ich möchte sie hier nicht als Fett beschreiben aber es gibt kein treffenderes Wort. Welcome to New York City.

Nach dem Frühstück beschliesse ich die Dimensionen New Yorks auszuchecken. Mein Plan: Ich will am Central Parc starten und die Fifth Ave bis zur Südspitze Manhattans erwandern. An der Suedspitze die Staten Island Fähre nehmen und die große Alte Dame NYC’s die Statue of Liberty oder auch Gruenspan Mary bewundern.

Also auf. Vorbei geht es an Madison Square Garden, dem Empire State Building und unzaehligen Geschaeften. Nach 2 1/2 Stunden schlage ich zum ersten Mal die Karte auf, na immerhin schon fast die Haelfte. Ich beschliesse wenigstens zwei Haltestellen mit der U-bahn zu fahren. Damit verpasse ich die zwei schönsten Viertel New Yorks, Greenwich Village und SOHO. Das dem so ist, stelle ich allerdings erst spaeter fest. Ich steige Ground Zero aus, ein grosses Loch, die Narbe Amerikas. Weiter gehts. Ich lauf als letzter auf die Staten Island Fähre. Hinter mir geht die Klappe zu.

Die große Alte Dame strahlt heute nicht in ihrem besten Glanz. Pech gehabt. Auf dem Rückweg nehme ich die Metro mit dem Plan eines kleinen Naps im Hostel. Der Times Square lockt mich allerdings dann doch aus meinen Reserven und ich stürze mich ins Getümmel. Ich lande mitten in einer grossen Free Tibet Demonstration. Und auch sonst bin ich ein wenig ueberfordert mit diesen Menschenmassen und der Reizüberflutung der Leuchtreklamen.

Fuer mein Abendessen stelle ich mich bei Shack Burger an. Nach einer geschlagenen Stunde warten, darf ich endlich bestellen und ich bin überrascht. Der erste Burgerladen in einem notorische von Alkohol verängstigten Amerika, der auch Bier verkauft. Hier ist der Unterschied zwischen Bible Belt und Grossstadt. Ich bin begeistert. Das Shack Meister Pale Ale hält meinen Erwartungen jedoch nicht stand, der Burger dagegen schon, ein medium gebratener Cheeseburger mit einem frittierten und Käse gefüllten Portobello Riesenchampignon. Lecker!

Den Abend verbringe ich im Kino. Tarantino’ Inglorious Basterds ziehen mich in ihren Bann. Sehr empfehlenswert!

Drei Stunden später bohren sich wieder die Stahlfedern der Matratze in meine Rippen und der Kollege zwei Betten weiter schnarcht noch genauso schlimm wie die Nacht zuvor. Es gibt nur einen Unterschied ich hab Ohrenstöpsel. ;-)

Abendliche New Yorker Rush Hour

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Leere Metro

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Ein paar lebende Statuen

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do das Ding do in New York

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Free Tibet

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Riverside Parc im Abendlicht

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Sportboothafen

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den Amis muss man auch alles aufmalen

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wär wunderbar – wenn wahr

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Times Square bei Nacht

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Kathi und Hannah. War schön mit euch über die Heimat zu quatschen!

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Meine Wenigkeit inklusive eines viel zu süßen Cap Cakes.

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Naja halt. Wisst schon…

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So jetzt hab ich erstmal genug von Kultur und Großstadt. Mein nächster Artikel wird sich bestimmt wieder um Paddeln drehen. Versprochen!

Viele Grüße

Euer

Jakob

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What a Beauty!

8. Oktober 2009 · 2 Kommentare

Man kann zu Amerika stehen wie man will. Aber eins muss man diesem Land lassen, es hat eine beeindruckende Landschaft! Ich war ja lang etwas skeptisch, da ich seit 2 Monaten nichts als Wald gesehen hatte. Letztes Wochenende sind dann Anna, Daniel und ich auf dem Blue Rigde Parkway entlanggeeiert und ich wurde eines Besseren belehrt:

Rote Beeren.

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Blaue Berge.

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Ein Käfer.

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Der Blue Ridge Parkway.

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w81Achtung! jetzt kommen nur noch schnulzig-gruselige Pärchenbilder.

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Bis bald

euer

Jakob

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Von Triple Falls und apokalyptischen Pegeln

3. Oktober 2009 · 3 Kommentare

Letzte Woche ruft mich mein Roommate Chris Gragtmans ganz aufgeregt an: “Daniel und ich wollen Triple Falls im Dupont State Forest bei apokalyptischen Pegel befahren und wir brauchen jemand der fotografiert.” OK dachte ich mir, das kann ich. Allerdings hab ich Uni. Nach kurzem Intermezzo mit meiner Kunstprofessorin war auch sie überzeugt, dass ich mich kreativ engagiere und sie ließ mich ziehen. Angekommen war ich sehr froh meinen anfänglichen Gedanken selbst Boot zufahren noch vor der Abfahrt verworfen zu haben. Naja kurz gesagt: Die Jungs haben ne hübsche Show geliefert, ich war froh mich hinter der Kamera verstecken zu können und das Licht war für den Arsch. Aber seht selbst.

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Chris begutachtet den Wasserstand. Ordentlich eingeschenkt.

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Na Gott sei Dank, haben wir nur Kajaks dabei.

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Wer will zuerst?

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Klein ist anders.

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Corey Volt traut sich als erster den dritten Drop.

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Chris im ersten Drop.

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Daniel im zweiten.

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Fergus mit dem Move des Tages im Dritten.

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Herrlich der Herbst.

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Mal anders fokussiert.

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Bis dann

euer

Jakob

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Say Something in European!

30. September 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Oh mann die Amis! Diesen Satz noch im Ohr starten Anna, Taylor, Daniel und ich Freitagnachmittag in Richtung Summersville, West Virginia. Das Gauley Fest 2009 wartet auf uns. Ach quatsch es wartet natürlich nicht aber wir wollen paddeln und feiern also auf zum größten Paddelfest der Welt. Bei konstantem Wasserablass hauen sich an den drei Tagen Tausende (kein Scherz) Paddler den Bach hinunter. Und es ist immerhin Wildwasser im 4-5 Schwierigkeitsgrad. Die Show an Pillow Rock oder Lost Paddle ist eindrucksvoll. Das Schlangestehen vor den Rapids führt dazu, dass dem Zuschauer eine konstante Show an sich überschlagenen Rafts und durchgemischten Paddlern geboten wird. Auch ich bleibe diesmal nicht unversehrt. Aussteigen und angucken gibts nicht, also immer hinter her. Am Pillow Rock krieg ich nur ein kurzes immer schön links halten und am Ende ein bisschen rechts zugerufen. Resultat meiner Route ist jedenfalls, dass ich im Room of the Doom, einem unangenehmen Ort lande und mit kräftigen Arm- und Beinschlägen rauskraule. Abends darf dann auch das für einen Schwimmer obligatorische Bier aus dem Paddelschuh nicht fehlen. Eine übrigens widerliche amerikanische Tradition.

Am Ausstieg treffe ich auf einen Typen mit hf-Spritzdecke. Ei bist du Deutscher, ja na klar! Wie heisst denn du? Schomann. Und du? Käfer. Ach ja die Fotoidioten! Abends treffe ich den Schomann wieder und wir können uns das ein oder andere Kommentar über den “American Way” eine Party wie dieses zu feiern nicht sparen. Es scheint mehr eine Verkaufsshow zu sein und der Crowd reisst sich um Kappen, T-Shirts und Schwämme die von den Firmentrucks ins Volk geschmissen werden. Definitiv eine interessante Erfahrung.

Der nächste Morgen startet mit einem guten amerikanischen Breakfast bei Mable’s, der abgefucktesten Tankstelle in ganz Amerika. Den Rest des Tages verbringe ich mit dem Verdauen des morgendlichen Sausage-Bacon-Cheese-Biscuits und lernen. Montagmorgen 8.30 wartet mein Professor mit einer wunderbaren Klausur.

Während des ganzen Wochenende erreichen uns immer wieder Nachrichten aus Asheville. Es regnet. Man darf also gespannt sein was die nächste Woche so bringt.

Taylor hat Spass mit Puppen!

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Das war leider das einzige Foto was ich auf der ganzen Tour gemacht habe. Irgendwie war ich ein bisschen überfordert bei soviel Paddlern. Beim nächsten Mal gibts wieder mehr visuelle Leckerbissen. Versprochen!

Bis bald

euer

Jakob

Michael Schomann hat mir eben noch ein paar Bilder geschickt. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle!

Pillow Rock. Das kleine Raft steuert gerade in den Room of the Doom.

Pillow Rock

Photo: Michael Schomann

Die Amis bringen wirklich alles aufs Wasser was schwimmt.

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Photo: Michael Schomann

Die abendliche Verkaufsshow. Rechts im Bild der Jacksontruck.

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Photo: Michael Schomann

Kleiner Gummibus.

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Photo: Michael Schomann

Großer Gummibus.

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Photo: Michael Schomann

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Fahrradfahren

27. September 2009 · 4 Kommentare

Der versprochene Gauleybericht muss noch ein wenig warten. Erstmal gibts hier ein paar Fotos vom radeln. Asheville soll angeblich eine der fahrradfreundlichsten Städte der USA sein. Da dachte ich mir ich check das mal aus.

Hier gibts den besten Kaffee der Stadt.

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Also Kaffee und dann los.

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Rechts oder Links?

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Speedlimit. Phhhhhh!

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Naja sagen wir es mal so: Man sollte keine europäischen Maßstäbe ansetzen.

Bis bald

Jakob

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Willkommen in Bug’s Life

26. September 2009 · 11 Kommentare

Bong! Voll konzentriert auf Yontons Vortrag über den Toyota Previa als das perfekte Paddelauto, laufe ich gegen die Parkuhr. Welcome to Asheville, North Carolina! Der Platz an dem ich für das nächste Jahr studieren werde.

Mit leicht angeschwollenem Schädel stehe ich, mein Boot in der Hand, an der Haltestelle der UNC Asheville. Ich warte auf Yonton, der mir trotz des Parkuhrzusammenstoßes von letzter Nacht versprochen hat, heute den Green River zu zeigen. Der Green ist der Homerun von Asheville und einzigartig auf der Welt, oder wo sonst kann man sich dank fast täglichem Wasserablass gänzjährig auf Wildwasser 5 in die Hose scheissen.

Am Einstieg treffen wir auf „Pa“ wie Yonton liebevoll die Paddellegende Shane Benedict nennt. Was für ein Empfangskomitee für eine Kreatur wie mich. Ich bin als Deutscher von weitem zu erkennen, die Amis alle lässig und cool schulterfrei und in Shorts unterwegs, traue ich der ganzen Sache nicht und ziehe vorsichtshalber mal meine kurze Paddeljacke an.Hätte ich mir auch sparen können bestätigt mein roter Kopf nach dem zweiten Rapid. Badewannen warmes Wasser und schweres Wildwasser, dieses Konzept gab es in meinem Kopf bisher noch nicht. Man lernt ja nie aus.
Shane und Yonton sagen mir Rapid für Rapid die Linie an und ich fahre hinterher. Go Left sneake ich. Gorilla umtragen wir wohlweisslich und Sunshine ist mir heute auch zu unheimlich. Ich hab ja noch ein Jahr Zeit.

Anschliessend verspricht mir Yonton die besten Taccos North Carolinas. Wir fahren und fahren und fahren. Vereinzelt passieren wir Kirchen und Hütten. Ja genau in der Reihenfolge, willkommen im Bible Belt Amerikas! Letztendlich gelangen wir zu einem kleinem Imbissstand im nirgendwo.Und ich muss Yonton recht geben es ist das beste Essen, das ich seit meiner Ankunft gegessen habe.

Seit dem ist nicht viel passiert: Ich bin aus dem Dorm ausgezogen und 4 mal den Green gepaddelt. Ich wohne jetzt mit 2 Paddlern zusammen und am Wochenende gehts zum Gauley Fest. Schaun wir mal!

WG-Ausflug zum Green River, NC

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Taylor Ferrington in “Frankenstein”

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Chris in der Anfahrt zu Go Left or DIE!

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Chris stylt Sunshine!

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Mein Zimmer im Dorm.

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Die Amis mögens groß!

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Ein kleines Stück Mobilität.

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Unsere Terrasse.

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Unser Bootslager!

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Bis dann

euer

Jakob

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